S F V  Salzbergen   1929 e.V.       

                                Eingetragen beim Amtsgericht Osnabrück  VR 100021                                                        



Nebengewässer an der Ems bei Listrup


Mit dem Anschluss an die Ems am 21. 08. 2017 ist das Naturschutzprojekt erfolgreich abgeschlossen worden.             Mit diesem Biotop ist im Lanschaftsschutzgebiet "Emsauen von Salzbergen bis Papenburg" ein wertvoller Baustein nicht nur für aquatische Lebewesen geschaffen worden.




Foto: Frederic  Engels



 

Wir bedanken uns für die großzügige Förderung der Naturschutzstiftung Emsland und durch Bingo! der Umweltstiftung Niedersachsen.

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11.000 Junglachse für die Ems und Nebengewässer.

Die vom Danmark Center for Vildlaks, einer dänischen Stiftung zum Erhalt von Wildlachsen, gelieferten Junglachse des Jahrgangs 2016 kamen als Smolts für die Ems. Die Abwanderung in Richtung Nordsee erfolgt noch im Laufe dieses Jahres. Von Insgesamt 4000 kleineren Jährlingen wurden 3000 in den Elsbach und 1000 in den Mühlenbach bei Lingen ausgesetzt. Diese werden noch eine längere Prägungsphase im Süßwasser durchlaufen und im nächsten Jahr ebenfalls Richtung Nordsee abwandern.



Der Stamm

Bei den Lachsen handelt es sich genetisch um Laganlachse aus Schweden, die sich aufgrund der Bedingungen in ihren skandinavischen Heimatgewässern besonders gut als Besatz für die Niederungsgewässer in Nordwest-Niedersachsen eignen. Ursprünglich wurden für die Ems Eier von Lachsen aus dem norwegischen Namsen erbrütet. Aufgrund von Fischkrankheiten wechselte man zunächst auf Lachse schottischer und anschließend irischer Herkunft. Wegen ausbleibender Erfolge ging man 2001 zu den Lachsen aus Schweden über. Heute wird mit Nissanlachsen aus Schweden gearbeitet. 2005 wurde entschieden, von Lachseiern auf Smoltbesatz umzustellen. Die etwa ein Jahr alten Smolts bieten den Vorteil, dass bei ihnen mit einer höheren Quote von Wiederkehrern gerechnet werden darf.

Die Gewässer

Die Junglachse wurden im Bereich des Listruper Wehres in Emsbüren, bei der Lachstreppe Hanekenfähr an der Ems, sowie in den Elsbach bei Salzbergen und den Mühlenbach in Lingen ausgesetzt.

Verbesserung der Lebensverhältnisse

Zu dem Projekt gehört nur der Besatz, sondern auch die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Lachse. So werden potenzielle Laichplätze geschaffen und für die Durchlässigkeit der Gewässer zu den Laichplätzen gekämpft. Schließlich hat das Projekt auch gerade in Hinblick auf die Verbesserung der linearen Durchgängigkeit eine hohe Bedeutung. Das Lachsprojekt an der Ems war und ist ein wichtiges Argument gegen die Errichtung weiterer Wasserkraftanlagen an den Emswehren.

Eines der ältesten Lachsprojekte

Mit dem bereits 1978 begonnenen Wiedereinbürgerungsprojekt Obere Ems gehören die Maßnahmen an der Ems zu den ältesten Lachsprojekten in Deutschland. Getragen wird das Projekt vom LFV Weser-Ems mit seinen Mitgliedsvereinen, der Besatzgemeinschaft Ems I sowie dem Bezirksfischereiverband Emsland. Die Wahl der Ems als eines der ersten Gewässer für die Wiederansiedlung des Lachses liegt darin begründet, dass der Fluss früher ein bedeutender Lachsfluss gewesen ist. Ende des 19. Jahrhunderts wurden für den Bereich bei Rheine Laichplätze des Lachses im Hauptstrom beschrieben. Bei Rheine durchbricht die Ems eine hohe Moränenkette und erlangt dadurch ein recht starkes Gefälle.